Blumenzwiebeln im Topf mit der Lasagne-Methode pflanzen

Keinen Garten, aber Lust auf ein farbenfrohes Frühjahr? Dann pflanzen Sie Ihre Blumenzwiebeln einfach in Töpfe! Mit der „Lasagne-Methode“ holen Sie das Beste heraus. Woher der Name kommt? Sie legen verschiedene Zwiebeln in Schichten übereinander, genau wie bei einer Lasagne. Die Zwiebeln, die zuletzt blühen, kommen nach unten, die frühesten nach oben. So blüht derselbe Topf von Februar bis in den Mai hinein immer wieder neu. In diesem Blog erfahren Sie, welche Töpfe und Erde Sie benötigen, welche Zwiebeln in welche Schicht gehören und wie Sie den Topf sicher durch den Winter bringen.

 

Welcher Topf und welche Erde für die Lasagne-Methode?

Für eine Zwiebel-Lasagne benötigen Sie einen Topf mit einer Tiefe von mindestens 30 Zentimetern. Tulpen liegen etwa 15 Zentimeter unter der Oberfläche, darunter benötigen Sie noch Platz für eine Drainageschicht und für die Wurzeln. Ein Topf mit 30 bis 40 Zentimetern Durchmesser ist ideal. Darin finden genügend Zwiebeln für einen vollen, prächtig blühenden Topf Platz.

Wichtiger als das Material sind die Löcher im Boden. Blumenzwiebeln vertragen keine „nassen Füße“. Wenn Wasser im Topf stehen bleibt, beginnen sie zu faulen. Legen Sie daher zuerst eine drei bis fünf Zentimeter dicke Schicht Blähton in den Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Füllen Sie den Topf anschließend mit guter Blumenerde. Normale Gartenerde klingt nach einer guten Idee, wird in einem Topf jedoch schnell hart und bleibt zu nass. Mischen Sie gegebenenfalls eine Handvoll Sand unter die Blumenerde, damit das Wasser noch besser abfließt.

 

Die Lasagne-Schichten unterteilen: spät, mittel, früh

Dies ist der schönste Teil. Sie bauen den Topf von unten nach oben mit drei Zwiebelschichten und jeweils einer Schicht Blumenerde dazwischen auf. So gehen Sie dabei vor:

  • Unterste Schicht: Tulpen. Legen Sie eine Schicht Blumenerde auf den Blähton und setzen Sie darauf die Tulpenzwiebeln mit der Spitze nach oben. Sie liegen dann etwa 15 Zentimeter unter der Oberfläche. Tulpen blühen im April und Mai und bilden den Abschluss Ihrer Lasagne. Decken Sie sie mit einer etwa fünf Zentimeter dicken Schicht Blumenerde ab.
  • Mittlere Schicht: Narzissen oder Hyazinthen. Darauf kommen die Narzissen oder Hyazinthen, in etwa 10 Zentimeter Tiefe. Sie blühen im März und April. Hyazinthen verbreiten zudem einen herrlichen Duft, was besonders schön in einem Topf vor der Haustür oder auf dem Balkon ist. Decken Sie auch diese Schicht mit fünf Zentimetern Blumenerde ab.
  • Oberste Schicht: Krokusse und Traubenhyazinthen (Frühblüher). Ganz oben kommen die kleinen Zwiebeln in etwa fünf Zentimeter Tiefe. Krokusse und Traubenhyazinthen sind die Ersten, die im Februar und März blühen. Füllen Sie den Topf danach bis ein paar Zentimeter unter den Rand auf.

Tipp für ein schönes Ergebnis: Wählen Sie Farben, die gut zusammenpassen. Weiß und Blau oben, Gelb in der Mitte und eine tiefe Tulpenfarbe unten sorgt für einen Topf, der sich über Monate hinweg verändert, aber dennoch als eine Einheit wirkt.

 

Hyazinthen und Amaryllis für drinnen

Wünschen Sie sich auch blühende Zwiebeln im Haus? Dann sind Hyazinthen und Amaryllis die beste Wahl. Hyazinthen können Sie in einem Topf oder auf einem speziellen Hyazinthenglas zum Blühen bringen. Sie benötigen allerdings zunächst eine kalte, dunkle Phase von acht bis zehn Wochen, zum Beispiel in einem kühlen Schuppen oder Keller. Danach stellen Sie sie in ein helles Zimmer und innerhalb weniger Wochen stehen sie in voller Blüte. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite über Hyazinthen.

Eine Amaryllis ist noch einfacher. Sie benötigt keine Kälteperiode und blüht sechs bis acht Wochen nach dem Pflanzen. Wenn Sie sie spätestens Mitte November pflanzen, blüht sie pünktlich zu Weihnachten. Wie Sie die Zwiebel danach jedes Jahr wieder zum Blühen bringen, erfahren Sie in unserem Blog über die Pflege der Amaryllis.

 

Wasser und Frost im Winter

Gießen Sie nach dem Pflanzen einmal kräftig, damit sich die Erde gut um die Zwiebeln schließt. Danach benötigt der Topf im Herbst und Winter nur wenig Wasser. Der Regen reicht meistens aus. Steht der Topf unter einem Dachvorsprung oder ist es längere Zeit trocken, prüfen Sie hin und wieder mit dem Finger: Die Erde sollte leicht feucht, aber niemals nass sein. Gießen Sie nicht, wenn die Erde gefroren ist.

Blumenzwiebeln brauchen Kälte, um im Frühjahr zu blühen. Lassen Sie den Topf also einfach draußen stehen und holen Sie ihn nicht ins Warme. In einem Topf sind die Zwiebeln allerdings anfälliger als im Freiland, da der Frost von allen Seiten eindringen kann. Stellen Sie den Topf bei strengem Frost daher an eine Hauswand oder wickeln Sie ihn in Jute, Luftpolsterfolie oder eine alte Decke ein. Auch den Topf auf ein paar kleine Füßchen oder ein Brettchen zu stellen hilft, damit er nicht am Boden festfriert.

Sobald sich im Februar die ersten Spitzen zeigen, stellen Sie den Topf an einen sonnigen Platz und gießen Sie etwas häufiger.

 

Was tun nach der Blüte?

Schneiden Sie die verblühten Blumen ab, aber lassen Sie das Blattgrün stehen. Über das Laub speichert die Zwiebel Energie für das nächste Jahr. Nach etwa sechs Wochen wird das Laub gelb und kann dann entfernt werden.

Danach haben Sie zwei Möglichkeiten. Narzissen, Krokusse und Traubenhyazinthen können Sie in den Garten pflanzen, wo sie oft jahrelang wiederkommen. Tulpen blühen im zweiten Jahr in einem Topf meist weniger üppig. Pflanzen Sie diese daher lieber in ein Beet und beginnen Sie im Herbst mit frischen Zwiebeln für Ihre Lasagne. So stellen Sie sicher, dass Ihr Topf jedes Frühjahr wieder prachtvoll blüht.

Alle Frühlingsblüher ansehen

 

Häufig gestellte Fragen zum Pflanzen von Blumenzwiebeln in Töpfe

 

Wie viele Zwiebeln passen in einen 30-cm-Topf?

In einen Topf mit 30 Zentimetern Durchmesser passen etwa 12 bis 15 Tulpen, 8 bis 10 Narzissen oder Hyazinthen und 20 bis 25 Krokusse oder Traubenhyazinthen. Das sind insgesamt etwa 40 bis 50 Zwiebeln für eine volle Zwiebel-Lasagne. Lassen Sie zwischen den Zwiebeln jeweils eine Fingerbreite Platz.

 

Kann man Zwiebeln im Topf im Winter draußen lassen?

Sie können (und sollten) Zwiebeln im Topf im Winter draußen lassen, da sie Kälte benötigen, um zu blühen. Achten Sie nur darauf, dass der Topf Bodenlöcher hat. Stellen Sie ihn bei strengem Frost an eine Hauswand oder schützen Sie ihn mit Jute oder Luftpolsterfolie.

 

Welche Blumenerde verwendet man für Blumenzwiebeln?

Für Blumenzwiebeln verwenden Sie normale, lockere Blumenerde, die gut wasserdurchlässig ist. Mischen Sie eventuell etwas Sand oder Perlit unter und legen Sie eine Schicht Blähton auf den Boden des Topfes. Verwenden Sie keine Gartenerde, da diese im Topf zu nass und zu kompakt wird.

 

Kann man Zwiebeln aus dem Topf im nächsten Jahr wiederverwenden?

Zwiebeln aus dem Topf können Sie im nächsten Jahr wiederverwenden, am besten jedoch im Garten. Narzissen, Krokusse und Traubenhyazinthen kommen dort oft über Jahre hinweg wieder. Tulpen blühen im zweiten Jahr meist schwächer; für einen vollen Topf ist es daher besser, jeden Herbst neue Tulpenzwiebeln zu pflanzen.

 

Wann pflanzt man Blumenzwiebeln in Töpfe?

Blumenzwiebeln in Töpfe pflanzt man im Oktober und November. Tulpen können bis Mitte Dezember gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Je früher Sie pflanzen, desto mehr Zeit haben die Zwiebeln, vor dem Winter Wurzeln zu bilden.

Teilen Sie Informationen über Ihre Marke mit Ihren Kunden. Beschreiben Sie ein Produkt, machen Sie Ankündigungen oder heißen Sie Kunden in Ihrem Geschäft willkommen.